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2015 | Ein Blick zurück

Dezember 2015. Und nur noch wenige Tage trennen uns vom Jahresende. Zeit, einen Blick auf die vergangenen Monate zu werfen. Monate, die in diesem Jahr bei mir besonders aufregend waren. Gerade fotografisch gab es im Jahr 2015 viele unterschiedliche Dinge zu erleben. Von Shootings über Fussballspiele bis hin zu Reportagenbilder für die Zeitung war alles dabei.

Im Januar besuchte ich einmal mehr meine Freunde in Berlin – mit im Gepäck: meine Kamera. Denn hatte ich zusammen mit Jacky eine Altbauwohnung in Schöneberg als Location für einen Shootingtag bekommen. Das wollten wir nutzen. Der Tag verging wie im Flug, die Bilder konnten sich sehen lassen. Nur wenige Tage später kam es dann zu einem ganz spontanen Shooting in den Räumen der Universität der Künste (UdK). Claudis Arbeitskollegin Agi hat dort ein Atelier. Wir besuchten sie und nutzten das kreative Umfeld für einige Schüsse.

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Claudi-Berlin-60

Im März stand eine ganz neue Herausforderung im Kalender: zwei Wochen Portugal mit einem der besten Turniere im Frauenfussball, dem Algarve Cup. Zusammen mit Steffi, einer lieben Freundin aus dem Norden Deutschlands, ging die Reise in den Süden des Landes. Dort angekommen besuchten wir Pressetermine und Trainings unterschiedlicher Teams. Unter anderem hatten wir die Gelegenheit mit amerikanischen Grössen wie Hope Solo und Ali Krieger zu sprechen. Eine Erfahrung, die für uns beide sehr eindrücklich war. Abends besuchten wir jeweils die Spiele, wobei wir da den Fokus auf das Schweizer Team legten, welches ich für das St. Galler Tagblatt für eine Reportage begleitete.

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Nach den spannenden Tagen in Portugal ging es im April in den Norden Europas: nach Schweden. Dort bestritt die Schweiz eines der Testspiele für die WM in Kanada. Dank meiner lieben Freundin und Journalisten-Kollegin Sereina packten wir unsere sieben Sachen und teilten uns für wenige Tage eine kleine Wohnung mit einem noch kleineren Bett in Stockholm. Von dort aus ging es zweimal nach Eskilstuna, um das Nationalteam beim Training und letztlich auch beim Spiel zu besuchen.

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Aus den erst flüchtigen Besuchen des Schweizer Nationalteams wurden regelmässige. Kurz vor der Abreise nach Kanada zur WM spielten die Schweizerinnen ein letztes Testspiel gegen Deutschland in Baden. Wieder hatte ich die Gelegenheit, das Spiel und damit auch den Führungstreffer der Schweiz festzuhalten. Trotz Niederlage ging es für das Team anschliessend auf grosse Reise, während ich den Fernseher jeweils nachts einschaltete, um die WM-Spiele von Zuhause aus zu verfolgen.

Neben dem Frauenfussball stand in dieser Zeit aber  auch eine berufliche Veränderung an: Ich hatte von meiner Zeitung das Angebot bekommen, von meinem Ausbildungsjahr zur Festanstellung als Redaktorin zu wechseln. Gesagt, getan.

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Doch auch wenn die Arbeit und der Frauenfussball im ersten halben Jahr viel Zeit für sich beanspruchte, schaffte ich es gelegentlich, durch die Linse meiner privaten Kamera zu blicken. So kam es unter anderem auch, dass ich die beiden Freundinnen Alexandra und Martina an der Grenze zu Österreich ablichtete.

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Im Juni war es dann soweit: die erste von drei Hochzeiten stand an. Und zu der kam ich ganz spontan und ohne grosse Umwege. Mark, ein lieber Freund und Besitzer eines zauberhaften Restaurants in Arosa (dazu komm ich später nochmals), fragte mich an, ob ich seine Schwester Kendra und ihren Verlobten Ti an ihrem grossen Tag begleiten würde. Obwohl ich das Brautpaar kaum kannte, sagte ich zu, und machte mich auf in Richtung Bern. Die Herzlichkeit der gesamten Familie beeindruckt mich noch heute. Und die Feier mit rund 30 Gästen in einer liebevoll eingerichteten alten Mühle lassen mein Herz auch jetzt noch höher schlagen.

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Der August erwartete mich nicht nur mit meiner neuen Anstellung sondern auch mit zwei Hochzeiten. Und zwar nicht nur irgendwelche Hochzeiten, sondern zwei wirkliche Traumhochzeiten von ganz lieben Freunden, die ich schon seit vielen Jahren kenne.

Anfang des Monats sagten sich Kiwi und Katja das Ja-Wort. Kiwi kenne ich inzwischen seit bald zehn Jahren. Umso schöner war es, als ich gefragt wurde, ob ich sie nicht bei ihrem grossen Tag begleiten würde. Beide brachten mir ihr vollstes Vertrauen entgegen, als es auf Schloss Kröchlendorff ernst galt, und ordentlich gefeiert wurde. Die Hochzeit – mit all ihren Details im 50er Jahre-Stil – gehörte zu meinen absoluten Höhepunkten in diesem Jahr.

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Mit dem endenden August hatte ich bereits die ersten Wochen als Redaktorin bei der Appenzeller Zeitung hinter mich gebracht. Die Redaktion war mir durch meinen fünfmonatigen Ausbildungsaufenthalt bereits bekannt und damit auch meine Arbeitskolleginnen und -kollegen. Ein Hoch auf die zahlreichen Schnäpse, die wir inzwischen miteinander getrunken habe. So macht das Arbeiten Spass!

Aber zurück zur Fotografie:
Zur zweiten Hochzeit ging es ein weiteres Mal in Richtung Berlin. Diesmal fand die kirchliche Trauung sowie die Feier in der Nähe von Potsdam statt. Die Locations hatten sich meine liebsten Kölnerinnen Anna und Miri ganz bewusst ausgewählt: erst eine hübsche Kirche, dann ein Strandbad. Idyllischer hätte es nicht sein können, zumal das Wetter einen perfekten Sommertag mit angenehmen Temperaturen für uns bereit hielt. So ging es sogar noch für eine kleine Runde aufs Segelboot, bevor bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert wurde.

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Nach dem intensiven Sommer gefüllt mit vielen zauberhaften Momenten, hatte meine Kamera erstmal eine Pause verdient. Im Herbst genoss ich einige Tage im Allgäu, um zu entspannen. Zudem besuchte ich weitere Spiele des Nationalteams, wobei ich die Kamera aber zuhause liess. (Daran waren nicht zuletzt die kühlen Temperaturen schuld.)

Anfang Dezember stand dann aber ein neues, kleines Projekt an:
Ein Besuch bei Mark und Flo im aifach in Arosa. Wie bereits vorher erwähnt ist Mark ein alter Kunde und inzwischen ein lieber Freund geworden, der mich immer wieder anfragt bezüglich Fotos. Diesmal wollte er aber wissen, ob ich nicht mal einen kurzen Film machen könnte. Da ich lange Zeit weder gefilmt noch geschnitten hatte, war das eine Art neue Premiere für mich. Spass gemacht hat es trotzdem – kein Wunder bei dem leckeren Essen und den tollen Leuten! Aber seht selbst:

Und jetzt? Jetzt stehen erstmals die Weihnachtstage vor der Türe. Für mich sind das immer sehr intensive und schöne Tage. Nicht wegen der Geschenke, nein, ich mag das gemeinsame Zusammensein mit Menschen, die ich teilweise nur selten sehe. So werde ich die Momente zwischen meinen Liebsten geniessen, bis es heisst: Koffer packen und ab in die weite Welt. Richtig, es geht auf Reisen. Erst für einige Wochen nach Thailand mit meiner lieben Lydi und anschliessend noch in Richtung Südafrika.

Bis dahin, passt auf euch auf und wir sehen uns 2016 – ich freu mich!